Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Freitag, 30. Dezember 2016

Wo bleibt der Winter?

Gern erinnere ich mich zurück an meine Kindheit, in der schneereiche Winter so normal waren wie Sonne in der Sahara. Schlittenfahren, Ski-Langlauf, Schneballschlachten und Schneemännerbauen war monatelang möglich.
Indes scheint der Winter bei uns immer mehr zu einer Verlängerung des Novembers zu verkommen, mit wenig Sonne, viel grau und eben ohne Schnee.

Wenn ihr schon länger auf diesen Seiten lest, wisst ihr natürlich, dass ich jedes Wetter reizvoll finde und dementsprechend draussen unterwegs bin. So auch an einem dieser nebeligen Dezembermorgen.

Alte Hutebäume im Nebel

Ein wirkliches Ziel hatte ich heute nicht, vielmehr ließ ich mich einfach durch Nebel und Wald treiben. Bizarre Baumgestalten grüßten überall schemenhaft aus dem Dunst. Dazu kam die wundervolle Ruhe, denn der Nebel verschluckt die Geräusche
die ihn zu durchdringen versuchen. Herrlich, kein Motorenlärm, kein Lärm oder Geschrei. Nur die Stille, hin und wieder durchbrochen von einem leisen Vogel, der dem Tag einen guten Morgen wünscht.

Wegeglück

Alles sieht heute anders aus als gewohnt und ich werde schnell ein Teil dieser ruhigen Waldwelt. Selten sind Wanderungen so genussvoll und nach viel zu kurzer Zeit muss ich schon wieder zurück, heraus aus der Stille, zurück in den Alltag. Doch jeder Gedanke an diesen Tag wird mich mit einem Lächeln begleiten. Wo bleibt der Winter? Er wird schon noch kommen und bis es so weit ist genießen wir einfach das was wir haben.

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