Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

läuft (Vater und Sohn 50+)

Urlaubszeit ist Wanderzeit! Zumindest bei mir und vor allem auch noch im goldenen Oktober. Wenn dann noch der Junior sagt, er möchte noch einmal eine Langstrecke laufen, dann tue ich nichts lieber, als ihm diesen Wunsch zu erfüllen, völlig uneigennützig versteht sich...

diesiger Herbstmorgen



An diesem Morgen begleitete uns noch mein guter Freund Björn, der gerne auch mal die Sneaker gegen die Wanderschuhe tauscht. Leider zeigte sich der Oktober heute nicht von seiner sonnigsten Seite, sondern hoher Nebel und Dunst lagen über dem frühen Morgen und auch apäter über dem Tag. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, denn die Wanderwege waren nicht weniger einladend als sonst, als wir uns von Holzhausen auf den Weg machten, den Tag zu erwandern.

bunt geschmückter Wanderweg

Ach ja, Kumpel Homer und der kleine Frodo, unsere beiden Pelznasen begleiteten uns natürlich auch.
Zuerst führte uns der Weg in einem Bogen zum Gahrenberg, von welchem wir dann auf einem der alten Bergmannspfade hinunter in Richtung Vaake marschierten. Von der Winterseite oberhalb hat man bei klarerem Wetter eine weite Aussicht auf die gegenüberliegenden Weserhänge und das Tal, heute jedoch hüllte sich alles wie gesagt in einen diesigen Schleier, was vielleicht weniger imposant, aber nicht weniger stimmungsvoll war.

Pause muss sein

An der Winterseite steht oben eine kleine Schutzhütte und da Pause bei langen Wanderungen natürlich sein muss, legten wir eine Rast ein. In unseren Rucksäcken warteten allerlei leckere Köstlichkeiten auf uns, die wir uns in dieser einladenden Schutzhütte zur späten Frühstückszeit schmecken ließen. Homer und Fodo wurden slbstverständlich ebenfalls versorgt.
Frisch gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Weg und wanderten von Vaake am Waldrand bis nach Veckerhagen. Dort wurden die Hunde dann von meiner Frau an der alten Eisenhütte eingesammelt, da die beiden Kerle für eine komplette Langstrecke dann doch leider schon zu alt sind.
Für uns ging es weiter auf dem Reinhardwald Ostweg bis zum unteren Olbetal, wo wir noch einmal eine Rast zur Stärkung einlegten und den Blick auf die Weser genossen, ehe wir selbiges Bachtal hinaufwanderten.
Vom nahen Forstscheid liefen wir im Anschluss zur Sababurg nebst Tierpark, wo Björn sich nach gut 30 Kilometern einsammeln lies. Nils und ich nutzen die Chance uns am Tierparkkiosk zu erfrischen, schlugen das Angebot zum Auto gefahren zu werden dankend aus und machten uns auf den noch langen Rückweg nach Holzhausen..

Nach 35 Kilometern kam die dunkle Stille

 Die Tage im Spätherbst nach der Zeitumstellung sind leider zu kurz für die langen Strecken, zumindest komplett im Tageslicht und so legte sich erst die Dämmerung und später die Dunkelheit über uns und den Reinhardswald. Wohl wissend hatten wir Licht dabei und hielten uns nach Einbruch der Dunkelheit nur auf den ausgebauten Waldwegen auf, wo wenig Stolpergefahr bestand und wir von nächtlich aktiven Jägern bestens zu erkennen waren.
Der Wald ist abends ohne Sonnenlicht noch ruhiger als am Tag und eine wundervolle Stimmung umfing uns, als wir die Kasseler Schneise zum Udenhäuser Stock wanderten. Nur das Knirschen unserer Schritte war zu hören und wenn wir einen Moment innehielten, vernahmen wir nur unseren Atem. Ja, nachts gehört der Wald nicht uns und ich kann verstehen weshalb die Menschen dunkle Wälder als etwas Bedrohliches wahrnehmen, auch wenn sie es natürlich bei uns nicht sind.
 Am Udenhäuser Stock legten wir eine letzte Rast ein, ehe wir die finale Etappe nach Holzhausen angingen.

Vater und Sohn 50+

Mit am Ende ziemlich schweren Beinen erreichten wir nach insgesamt etwa 12 Stunden und 50 Kilometern Strecke Holzhausen.
Ein wundervoller Wandertag ging zu Ende, aber wie immer nehmen wir viele viele unvergessliche Erinnerungen mit und sicherlich war das nicht unsere letzte Langstrecke...

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