Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Donnerstag, 3. September 2015

Vater und Sohn 40+

Ein herrlicher Spätsommertag, zwei lecker gepackter Rucksäcke und die Aussicht auf genussvolle Wanderkilometer im Reinhardswald versprechen einen wundervollen Tag.

voll mit Leckereien...

Heute stand eine reine Familien-Männerwanderung an, bei der es nach dem Willen des Sohnes mindestens 40 Kilometer werden sollten. Das sind natürlich Zahlen, die mein Wanderherz höher schlagen lassen. Eine passende Route war schnell gefunden und so ging es am Mittwoch morgen in aller Frühe auf in den Reinhardswald.

Natur und Kulturgeschichte


Startpunkt war der Lauftreff am Pfadfinderheim Immenhausen, von wo aus es in einem weiten Bogen, vorei am Rothbalzer Teich, um den Ahlberg herum bis zum roten Stock ging. Nach einer ordentlichen Frühstücksbrotzeit wanderten wir im Anschluss die alte Kohlenstraße entlang zur ehemaligen Zeche Gahrenberg. Ein wenig Kulturgeschichte kann schließlich nicht schaden.

am Gahrenberg

Nach einem Abstecher zur wunderschönen Sandbornwiese führte der Weg über die Waldschneise zum Hombresser Stock und weiter auf den Staufenberg. Leider wächst der Hang immer mehr zu, sodass die Aussicht, die vor ein paar Jahren noch wirklich gigantisch war, immer weniger wird. Dennoch lohnt sich der Ausblick allemal noch.

spätsommerliche Flora

Vom Staufenberg ging es auf der anderen Seite hinunter in den Friedwald, dem überregional bekannten Waldstück, in dem mittlerweile mehrere tausend Menschen eine letzte Ruhestätte gefunden haben. Außerdem beeindruckt der Friedwald mit seinem alten Baumbestand und einer prachtvollen Eichenallee.
Nachdem wir den Friedwald passiert hatten, wanderten wir weiter zur Sababurg, der wir heute allerdings keinen Besuch abstatteten, sondern nur von unten ein paar Blicke zugeworfen haben.
Mit 30 Kilomertern in den Beinen erreichten wir schließlich die Große Beckerseite oberhalb von Gottsbüren. Dort legten wir noch einmal eine ordentliche Rast ein, kochten uns eine frische, duftende Tasse Kaffee, genossen die Aussicht und ließen uns von der Spätsommersonne wohlig warm bescheinen.

Große Beckerseite

Bald zogen Wolken auf, die uns allerdings nicht weiter stören sollten, zumal sie bis zum Abend den Regen bei sich behielten. Frisch gestärkt machten wir uns nach der Pause auf nach Gottsbüren, dem Heimatort der bekannten Wallfahrtskirche. Von Gottsbüren aus starten im Rahmen eines Ecopfades sechs Pilgerrundwege mit jeweils eigener Bedeutung. Wir haben uns für den Jakobsweg nach Westen entschieden, der uns zuerst in das beschauliche Holzapetal und später zum Waldrand oberhalb von Trendelburg führte.
Trendelburg stellte auch unser heutiges Wanderziel dar und als wir aus dem Wald heraustraten, konnten wir bereits die alten Gemäuer oberhalb der Diemel erblicken. Es soll ja einst Rapunzel hier im Turm gelebt haben und erbaut hat die Trendelburg seinerzeit die Riesin Trendula.

Trendelburg

Ziel erreicht! Insgesamt sind  wir laut GPS 45,13 Kilometer gelaufen. Unabhängig davon haben wir einen anstrengenden, aber wirklich tollen Tag erleben dürfen, der uns so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Vater und Sohn werden als nächstes wohl das Projekt 50+ anpeilen. Bis es so weit ist, genießen wir die Erinnerung an den wunderschönen Tag der 40+.

wir sehen uns im Reinhardswald...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen