Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Montag, 13. Juli 2015

Quo vadis Sababurg?

Die Sababurg ist wahrscheinlich der bekannteste Platz im Reinhardswald. Eine lange Geschichte und unzählige Legenden ranken sich um die alten Gemäuer, die vormals den Namen Zapfenburg trugen. Erbaut zu Zeiten des Wunders von Gottsbüren steht das Schloss (die heutige Sababurg ist ein ehemals gräfliches Jagdschloss) heute für die Märchengeschichte um Dornröschen und wenn wir ehrlich sind, hätte sich Dornröschen keine bessere Kulisse aussuchen können.

Seit vielen Jahren befindet sich hier ein Hotel mit Gastronomie und ein kleines Standesamt, in welchen sich viele Paare jährlich das Jawort geben.

Über die Qualität der Gastronomie wird gelegentlich gestritten und auch das Interieur kann nach Meinung einiger Besucher mal etwas frischen Wind vertragen, aber dennoch ist die Sababurg ein bekanntes und gut besuchtes Ausflugsziel oberhalb des Tierparks.


Land überrumpelt alle



Nun, aus heiterem Himmel wie es scheint, kündigt das Land den Pachtvertrag auf und will de Sababurg ab 2016 für 2 Jahre renovieren und sanieren. Was im Anschluss dann mit den Gemäuern geschehen soll, ist bislang nicht bekannt. Pikant ist, dass Pächter und Stadt Hofgeismar (die das Standesamt betreibt) erst aus der lokalen Presse von der bevorstehenden Schließung erfahren haben.

Sababurg im Dornröschenschlaf?

Konkrete Pläne, was nach der zweijährigen Sanierung für über 2 Millionen Euro mit der Sababurg geschehen soll, sind bislang nicht publik geworden. Fest steht nur, dass sich die über 20 Angestellten am Ende des Jahres neue Arbeit suchen dürfen. Hofgeismar verliert eine wichtige touristische Marketingeinrichtung und auch den Besuchern des Reinhardswaldes steht diese Sehenswürdigkeit dann nicht mehr zur Verfügung.

Viele Fragen bleiben offen


Das Land schafft mal eben so vollendete Tatsachen, ohne mit den Betroffenen vorweg zu sprechen. Zudem hüllt män sich in Schweigen über die geplante Zukunft. Das hinterlässt mehr als einen faden Beigeschmack in dieser Sache. Aber so kennen wir unsere Politiker, schon bei den abstrusen Windernergieplänen im Reinhardswald und bei Salzpipeline mit Salzsee standen eindeutig  Klientelpolitik und Wirtschaft vor Umwelt und Bürgern. Mit solchen kurzfristig monetär dekenden Deppen an der Macht wird der Reinhardswald leider bald seine Einmaligkeit (vielleicht für immer) einbüssen und in einen Dornröschenschlaf fallen, der mehr als 100 Jahre dauern könnte.

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