Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Donnerstag, 1. Januar 2015

Kolumne - Guten Morgen 2015





Ein frohes und glückliches neues Jahr!
Das wünschen wir uns alle und wir wünschen es allen. Doch was bedeute das? Was müssen wir tun, um ein frohes und glückliches Jahr haben zu können?

Glück ist nicht messbar, nicht vergleichbar, nicht käuflich, nicht speicherbar und erst recht nicht planbar. Wie also soll ich wissen, wo ich mein Glück finde? Nun, mit diesem Thema haben sich bereits unzählige große Köpfe beschäftigt und es wäre müßig hier alle Theorien in sllen Bereichen aufzuführen und wiederzugeben. Deswegen will ich hier lediglich stellvertretend auf zwei Dinge hinweisen, die es uns leichter machen können, jeden Tag etwas Glück zu finden und die ich auch 2015 jeden Tag aufs neue üben werde.


Einfachheit




Einfachheit bedeutet keinesfalls, dass wir Mangel an etwas leiden. Ganz im Gegenteil. Wenn wir die Einfachheit der Dinge schätzen, dann erfüllt uns viel weniger mit viel mehr. Einfachheit bedeutet zugleich Klarheit und diese wiederum lässt uns die Dinge erst verstehen. Das Streben nach immer mehr hingegen lässt das, was wir bereits erreicht oder erlebt haben, wertlos erscheinen, weil es uns nicht mehr genügt. 
Wir leben heutzutage in einer Welt, die ausschließlich in der Kategorie des 'mehr' denkt. Mehr PS, mehr Bildschirmdiagonale, mehr Handy, mehr virtuelle Freunde, mehr Urlaub, mehr, mehr, mehr. Ständig müssen Vergleiche her und immer findet sich natürlich etwas bei anderen, was in unseren Augen besser ist. 
Wir denken zu sehr relativ und zu wenig absolut

Ja, es findet sich natürlich immer etwas, das wo anders besser ist und das nimmt uns gleichzeitig die Sicht auf das, was bei uns selber schon gut ist. Wenn wir nicht aufpassen zieht sich das durch alle Bereiche unseres Lebens und sorgt für mächtig schlechte Laune und Probleme. Schaffen wir es jedoch absolut zu denken und uns nicht zu vergleichen, dann können wir problemlos mit dem zufrieden sein, was wir haben. Auch wenn es vielleicht weniger ist, denn es ist allemal mehr als genug um damit glücklich sein zu können.


Aufmerksamkeit 





Wie oft gehen wir durch die Welt und haben gerade alles möglich im Kopf, außer dem was wir gerade wirklich machen. Den Blick auf das Smartphone geheftet oder noch die Arbeit in den Gedanken, rennen wir an allem vorbei, was um uns herum tatsächlich passiert. Und das ist eine Menge. Nur wenn unsere Sinne auf Empfang stehen und frei sind, können wir all die großen und kleinen Dinge um uns herum wahrnehmen. Eine kleine Blume in einer Mauerritze im Betondjungel. Die beiden tanzenden Schmetterlinge, das Summen der Biene. Die Wolke, die aussieht wie eine Schildkröte. Oder das kleine Mosspolster mit den Tautrope auf dem schiefen Zaunpfosten. 
Ob uns diese Dinge dann auch tatsächlich gefallen, ist eine andere Sache, doch zumindest bemerken wir all diese Kleinigkeiten erst einmal und ich bin mir sicher, dass für jeden etwas da draußen ist, was ihm schnell mal ein Lächeln oder Staunen entlockt. Dich Chancen dafür stehen gut, glaubt mir.




In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein glückliches Jahr!

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