Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Freitag, 17. Januar 2014

Windradgiganten auf dem Vormarsch

Die Pläne werden konkreter.


Seitens der Politik wurde ja zuletzt tiefgestapelt, was den Bau der 200  Meter hohen Windräder im Reinhardswald betrifft. Wie üblich kommen nun scheibchenweise neue Informationen an die Öffentlichkeit, mit denen die Menschen der Region nach und nach die Unumgänglichkeit dieses Wahnsinns gewöhnt werden sollen und die zeigen, dass im Kämmerlein die ganze Zeit an der Vorantreibung des Projektes gearbeitet wurde.

Im Sommer wird es dann zur entscheidenden Runde der Regionalversammlung kommen, bei der über den Teilregionalplan zur Windenergiegewinnung entschieden wird.
Leider ist dabei, ähnlich wie im Fall K+S, nicht mit einem weitsichtigen Urteil unserer Politiker zu rechnen, da kurzfristige Interessen und der eigene politische Machterhalt wichtiger erscheinen, als zukunftssicherndes Denken. Selbst ein Apell von verschiedenen Organisationen an die Politiker (hier ein externer Download des Aufrufs von der Seite Bürgerinitiative Pro Reinhardswald) wird es leider wohl nicht schaffen, die Entscheidungsträger umzustimmen, denn was zählt schon der schnöde Bürgerwille...

Alles öko (Strom) oder was?


Von den Nachteilen für die Natur und das Ökosystem Wald wollen wir gar nicht erst reden, wenn hunderte Tonnen Beton auf extrabreiten Schneisen in den Wald gekarrt wird, der dort dann auf Jahrhunderte im Boden versenkt wird. Außerdem braucht man noch Stromtrassen, Trafostationen etc. Für einen Trinkwasserspeicher wie den Reinhardswald dürften auch die zum Bau und Betrieb benötigten Kraft- und Schmierstoffe nicht gänzlich ohne Gefahr sein, schließlich reicht bereits 1 Tropfen Öl aus um, um mehrere hundert Liter Trinkwasser ungenießbar zu machen. Wenn da mal ein paar Liter daneben gehen....
Die Fauna dürfte ebenso durch Lärm und Schattenwurf nicht unerheblich beeinträchtigt werden, doch gelten für Tiere natürlich keine Mindestabstände wie für die lärm- und schattengeplagten Menschen.
Besonders schön stellt sich für mich das Szenario dar, wenn, wie keinesfalls unüblich, so ein riesiger Blitzableiter im Sommer mal in Flammen aufgeht und er zufällig in einem sommertrockenen Wald steht. Zynisch gedacht ist dann wenigstens danach ordentlich Platz für einen ganzen Windpark...

Reinhardswald 2.0
Doch nicht nur aus Sicht des Naturschutzes , sondern selbst wirtschaftlich ist es reiner Suizid, wenn man die Einmaligkeit einer ganzen Landschaft opfert, um einigen windigen, nicht mal ortsansässigen Windmüllern die Taschen zu füllen, während eine ganze Region unter ausbleibenden Touristen und Naherholern zu leiden hat. Ja, das Gschmäckle ist wieder da....

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