Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Sonntag, 3. November 2013

Wanderung zum Alaunteich

Bevor sich das letzte Herbstlaub von den Bäumen verabschiedet, wollte ich heute noch einmal zum Alaunteich wandern. Dazu machte ich mich von Holzhausen zunächst auf idyllischen Waldwegen  auf in Richtung Gahrenberg. Unweit der höchsten Erhebung des Reinhardswaldes besuchte ich noch  kurz die beeindruckende Immel-Eiche, die auf ihrer kleinen Lichtung neben der alten Kohlenstraße steht.
Einen Gipfelbesuch lies ich heute aus und wanderte gleich weiter auf einer breiten, geschotterten Waldschneise, die am Alaunteich vorbeiführt.

Alaunteich

Im Zuge des Braunkohleabbaus, der seit 1592 am Gahrenberg betrieben wurde und bis in die 1970er Jahre ging, fand man an dieser Stelle gute Alaunerde. Aus der schwelfelhaltigen Erde wurden damals Stoffe zum Beizen, Färben, und Gerben gewonnen. Ebenso ließ sie sich zu medizinischen Zwecken verwenden. Die erste Abbauperiode ging von 1595 bis 1603, eine weitere noch einmal von 1695 bis etwa 1720. Da der Ertrag nicht sonderlich lohnend war, wurde der Betrieb danach endgültig eingestellt.
Der Alaunteich ist eine Station des Ecopfades Bergbau-Holzhausen und zwei Tafeln geben Auskunft über ein paar geschichtliche Daten, vor allem des Braunkohleabbaus.


Vom Alaunteich machte ich noch einen Abstecher zu den Heiligenläger Teichen, die von hier nicht weit entfernt und gut zu erreichen sind, ehe ich auf teilweise unmarkierten Pfaden den Weg zurück nach Holzhausen suchte. Es gibt natürlich auch eine komplett ausgeschilderte Route, doch erschienen mir die kleinen, teilweise im Zuwachsen begriffenen Wege reizvoller (Ohne gute Ortskenntnis wegen Bächen, steilen Hängen und Wildschutzzäunen nicht zu empfehlen). Alles in allem dauert so eine Runde etwa drei Stunden, ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und bietet viele historische Einblicke in die Geschichte dieser Waldregion.

Falls ihr auch einmal dort vorbeischauen möchtet oder andere Inspiration für eine spätherbstliche Wanderung sucht, werft doch einfach einen Blick in den Mein Reinhardwald Wanderführer, dort findet ihr reichlich Tourenvorschläge am Gahrenberg.

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