Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Freitag, 8. November 2013

K+S Pipeline und Salzsee am Reinhardswald

Am Montag den 04.11.2013 kamen über 300 Menschen zu einer Informationsveranstaltung und Diskussionsrunde zur Oberweserpipeline nach Hofgeismar, bei der es um den Stand der Dinge und die Zukunft der von K+S geplanten Abwasserleitung ging. Die hohe Zahl der Teilnehmer zeigt, wie wichtig den Menschen der Region das Thema ist.

Bereits im September habe ich in diesem Blog über die Pläne von K+S berichtet, eine Pipeline zur Weser zu errichten, die zudem 80 Hektar großes Rückhaltebecken erfordert. (nachzulesen hier) 

Viele neue Erkenntnisse sind leider, aber wie zu erwarten war, nicht dabei herausgekommen. Kritischen Fragen bezüglich der genauen Baupläne seitens K+S oder den Stand der Genehmigung seitens des RP wurde in üblicher Manier bravurös ausgewichen. Statt dessen warb K+S immer wieder um Verständnis für diese Methode der Entsorgung, da alle anderen Lösungen nicht realisierbar bzw. finanzierbar seien.

K+S mit 639 Millionen Gewinn in 2012


Mit schlappen 639 Millionen Euro Konzerngewinn (nach Steuern und allen Bilanzierungsvorteilen) bleibe ich jedoch bei meiner Meinung, dass es durchaus finanziellen Spielraum für alternative Entsorgungsarten gibt, mögen diese auch etwas teurer sein, als die Pipelinelösung. Technisch sind diese Möglichkeiten längst gegeben, nur fehlt der unternehmerische Wille diese auch einzusetzen. Es ist natürlich viel einfacher den eigenen Abfall der Umwelt und der Allgemeinheit aufzubürden, als selber seine Verantwortung wahrzunehmen und so wenig wie irgend möglich an Müll zu hinterlassen oder für eine schonende Entsorgung einzustehen.
Lieber riskiert man das einmalige Ökosystem eines ganzen Landstrichs, als am Ende seinen Aktionären vielleicht etwas weniger als 4,2% Dividende auszahlen zu können. Unsere Politik bezieht dabei gewohnt wenig Stellung und so bleibt weiter nur abzuwarten, was und wie am Ende entschieden wird.

Ich hoffe, dass auch weiterhin viele Menschen jede Chance nutzen werden, um gegen dieses Projekt zu demonstrieren und alle politischen und juristischen Mittel ausgeschöpft werden, die einen Bau verhindern können. Wir dürfen einfach nicht für den gesteigerten Profit eines ohnehin gut aufgestellten Unternehmens die Einmaligkeit unserer Natur preisgeben, schon gar nicht, wenn es echte Alternativen gibt. Und die gibt e sin diesem Fall.

Wer noch ein paar Informationen möchte kann sich bei der BI umschauen: Aktionsbündnis salzfreies Märchenland

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