Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Montag, 9. September 2013

Windräder und politischer Starrsinn

Mitlerweile wurden über 15.000 Unterschriften gegen die geplanten Windradgiganten im Reinhardswald gesammelt und beim Regierungspräsidenten eingereicht. Diesen scheinen die Bedenken nicht wirklich zu interessieren, lässt er sich doch zu solchen Aussagen hinreissen, dass „kein Weg an einer [...] Nutzung der Windenergie im Reinhardswald vorbeiführe“. Der RP vertritt die Auffassung, dass diese 200 Meter Giganten weder dem Tourismus schaden, noch irgendwelche negativen Einflüsse auf Natur und Bodendenkmäler habe, weil das Landschaftsbild ja schließlich nur am Rand beeinflusst wird. Dass gerade im noch sehr unerforschten Reinhardswald eine Unmenge an unentdeckten Siedlungsspuren und generell lebendige Geschichte zu erforschen sind, scheint ihm ebenso unbekannt, wie die Tatsache, dass eine verunstaltete Landschaft sicher nicht zur Förderung des Tourismus beiträgt.
Hier wird wieder einmal mit blindem Aktionismus ohne Rücksicht auf Verluste ein Vorhaben durchgeprügelt, welches zum finanziellen Vorteil einer handvoll Leute die Einmaligkeit einer ganzen Region gefährdet. Vernunft und weitsichtiges Denken sind ebenso Fehlanzeige in der politischen Führungsriege, wie die Bereitschaft, die Bürger auf der nächsten Regionalversammlung überhaupt einmal anzuhören. Die hohe Politik hält es mitlerweile schon nicht einmal mehr für nötig sich die Sorgen der Menschen überhaupt anzuhören, geschweige denn 15.000 Menschen ernst zu nehmen, wo man sich doch ein persönliches Denkmal setzen kann. Was der Flughafen für Calden ist, werden die Windräder für den Reinhardswald, ein Schuss der gewaltig nach hinten losgeht. Persönlich verantwortlich wird dann natürlich niemand sein, weil man das ja nicht hätte kommen sehen können....

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