Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins.
(Seneca)

Dienstag, 10. September 2013

Salzsee im Reinhardswald

Der Düngemittelriese K+S plant seit geraumer Zeit die sogenannte Oberweserpipeline, um seine salzhaltigen Abwässer nach Norden zur Weser zu leiten. Neben den Problemen, die diese Art der Entsorgung für die Wasserqualität der Flüsse bedeutet, droht nun zusätzlich noch die Gefahr großer Umweltschäden durch die neue Pipeline, die in Kombination mit einem Salzswasserpeicherbecken gebaut werden soll. Dieses Becken soll eine Fläche von 80 ha beanspruchen, das entspricht der Größe von über 100 Fußballfeldern. Allein dieser ungemeine Flächenverbrauch, Ausgleichsflächen nicht mit eingerechnet, ist schon zu kritisieren. Hinzu kommen noch mögliche Folgen bei Zwischenfällen oder Leckstellen, die nicht nur die Natur ansich gefährden, sondern auch die wertvolle Ressource Grundwasser bedrohen. Da helfen auch keine Beteuerungen oder noch so viele technischen Vorkehrungen, denn jede Technik ist störanfällig.

Mitlerweile ist es außerdem möglich die salzhaltigen Abwässer einzudampfen und das Salz abzutransportieren, oder vor Ort einer Verwendung zuzuführen, nur ist dieses Verfahren natürlich mit Kosten verbunden, die über denen der Gewässereinleitung liegen. Einem Unternehmen, welches nach meienr Kenntnis 2012 einen lächerlichen Gewinn nach Steuern von 637 Millionen € erwirtschaftet hat, kann man das natürlich nicht zumuten, so weit geht die Liebe zum Umweltschutz in der Politik dann doch nicht. Am Ende steht die Befürchtung, dass die Politik wie bei den geplanten Windrädern auf  Durchzug stellt, alle stichhaltigen Bedenken mit einem Satz der Lächerlichkeit hinwegfegen wird und die Bürger die Salzsuppe am Ende dann wieder auslöffeln dürfen.

Wer sich weiter zu diesem Thema informieren möchte kann das beim Aktionsbündnis salzfreies Märchenland tun.

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